Häufige Fragen rund um Gründung, Förderung und Beratung

Rund um Grün­dung, Förde­rung und Unter­neh­mens­be­ra­tung tauchen immer wieder diesel­ben Fragen auf – und genau die beant­wor­ten wir hier. Von den Voraus­set­zun­gen für den Grün­dungs­zu­schuss über die Erstel­lung von Business- und Finanz­plä­nen bis hin zur Bera­tung für kleine und mitt­lere Unter­neh­men finden Sie auf dieser Seite verständ­li­che Antwor­ten auf einen Blick.

Sollte Ihre Frage nicht dabei sein oder möch­ten Sie Ihre indi­vi­du­elle Situa­tion bespre­chen, melden Sie sich gern bei uns. Ihr Erst­ge­spräch bei viso360 ist kosten­los und unver­bind­lich.

Grün­dung & Förde­rung

Was ist Einstiegsgeld und worin unterscheidet es sich vom Gründungszuschuss?

Einstiegs­geld nach § 16b SGB II ist eine Förde­rung des Jobcen­ters für Menschen, die Grund­si­che­rungs­geld (vormals Bürger­geld) bezie­hen und eine selbst­stän­dige oder sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tige Erwerbs­tä­tig­keit aufneh­men. Es wird höchs­tens 24 Monate gezahlt; bei der Höhe berück­sich­tigt das Jobcen­ter unter ande­rem die vorhe­rige Dauer der Arbeits­lo­sig­keit und die Größe der Bedarfs­ge­mein­schaft.

Der zentrale Unter­schied: Der Grün­dungs­zu­schuss nach § 93 SGB III rich­tet sich an Bezie­he­rin­nen und Bezie­her von Arbeits­lo­sen­geld I und wird von der Agen­tur für Arbeit gezahlt, das Einstiegs­geld an Menschen in der Grund­si­che­rung und wird vom Jobcen­ter gezahlt. Beide sind Ermes­sens­leis­tun­gen. Beim Grün­dungs­zu­schuss ist die Stel­lung­nahme einer fach­kun­di­gen Stelle gesetz­lich vorge­schrie­ben. Beim Einstiegs­geld schreibt das Gesetz sie nicht vor, viele Jobcen­ter verlan­gen aber einen Busi­ness­plan und eine Beur­tei­lung der Trag­fä­hig­keit.

Was kostet eine Gründungsberatung und wird sie gefördert?

Die Kosten einer Grün­dungs­be­ra­tung rich­ten sich nach Umfang und Ziel Ihres Vorha­bens.

viso360 arbei­tet mit trans­pa­ren­ten Pauschal­prei­sen. Bera­tungs­leis­tun­gen können häufig geför­dert werden, je nach Situa­tion über unter­schied­li­che Programme.

Sind Sie bereits selbst­stän­dig, etwa im Neben­er­werb, unter­stützt das BAFA-Programm „Förde­rung von Unter­neh­mens­be­ra­tun­gen für KMU“ mit Zuschüs­sen von 50 % bis 80 % je nach Region. Die aktu­elle Richt­li­nie ist derzeit bis zum 31.12.2026 befris­tet, ob sie verlän­gert wird, ist noch offen. Die fach­kun­dige Stel­lung­nahme ist über BAFA nicht förder­fä­hig.

Für die Zeit vor der Grün­dung gilt es nicht. Wer Arbeits­lo­sen­geld I oder Grund­si­che­rungs­geld bezieht, kann ein Grün­dungs­coa­ching über einen AVGS voll­stän­dig fördern lassen; bei viso360 läuft es über Karriere.Haus. Die Förde­rung von Grün­dun­gen unter­schei­det sich von Bundes­land zu Bundes­land und muss im Einzel­fall geprüft werden.

→ Mehr dazu in unse­rer Grün­dungs­be­ra­tung

Spielen Einkommen und Eigenkapital beim Gründungszuschuss eine Rolle, und darf ich während der Förderung Einnahmen haben?

§ 93 SGB III nennt weder ein Einkommens- noch ein Vermö­gens­kri­te­rium und auch kein Mindest­ei­gen­ka­pi­tal. Die Höhe in Phase 1 ist das zuletzt bezo­gene Arbeits­lo­sen­geld plus 300 € im Monat, in einer mögli­chen Phase 2 für weitere neun Monate 300 € monat­lich, wenn Sie die Geschäfts­tä­tig­keit bele­gen (§ 94 SGB III). Einnah­men aus der Selbst­stän­dig­keit sind das Ziel der Grün­dung und kürzen den Grün­dungs­zu­schuss nicht. Eigen­ka­pi­tal gehört in den Finanz­plan, weil die fach­kun­dige Stelle prüft, ob das Vorha­ben trag­fä­hig ist.

Bekomme ich den Gründungszuschuss auch als Quereinsteiger ohne Branchenerfahrung?

Eine Mindest­zahl an Berufs­jah­ren nennt das Gesetz nicht. Sie müssen Ihre Kennt­nisse und Fähig­kei­ten für die konkrete Tätig­keit darle­gen (§ 93 Abs. 2 SGB III). Quer­ein­stieg ist möglich, wenn Quali­fi­ka­tion, Vorbe­rei­tung und Konzept zusam­men­pas­sen. Die fach­kun­dige Stelle bewer­tet genau das. Auch die Teil­nahme an einer Maßnahme zur Grün­dungs­vor­be­rei­tung kann als Nach­weis Ihrer Kennt­nisse dienen.

Dabei zählt nicht nur die formale Ausbil­dung. Auch auto­di­dak­tisch erwor­be­nes Wissen, Jahre in einer bran­chen­ähn­li­chen Tätig­keit, ohne dass Sie in genau dieser Bran­che gear­bei­tet haben, und Berüh­rungs­punkte mit dem neuen Feld können Ihre Kennt­nisse bele­gen. Gemein­sam mit Ihren Zerti­fi­ka­ten bewer­ten wir Ihre Praxis­er­fah­rung im Ganzen und schät­zen ein, ob Ihre Bran­chen­er­fah­rung ausrei­chen könnte.

Kann ich den Gründungszuschuss beantragen, wenn ich nebenbei schon selbstständig bin?

Der Neben­er­werb selbst wird nicht geför­dert: Eine unter­ge­ord­nete Selbst­stän­dig­keit neben ande­ren Tätig­kei­ten ist nicht förder­fä­hig, weil sie die Arbeits­lo­sig­keit nicht been­det. Dafür sind mindes­tens 15 Stun­den pro Woche nötig. Anders ist es, wenn Sie arbeits­los gemel­det sind, Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld I haben und Ihre Selbst­stän­dig­keit zur haupt­be­ruf­li­chen Tätig­keit ausbauen wollen.

Dann kann der Grün­dungs­zu­schuss für diesen Schritt infrage kommen. Entschei­dend ist der Zeit­punkt: Der Antrag muss vor Aufnahme der haupt­be­ruf­li­chen Tätig­keit gestellt sein. Sind Sie bereits haupt­be­ruf­lich selbst­stän­dig, ist ein Antrag nicht mehr möglich. Wie die Agen­tur einen schon laufen­den Neben­er­werb bewer­tet, entschei­det sie im Einzel­fall. Spre­chen Sie deshalb vor dem Ausbau mit der Agen­tur für Arbeit.

Busi­ness­plan & Finanz­plan

Worin unterscheiden sich Businessplan und Finanzplan?

Der Busi­ness­plan ist das über­ge­ord­nete Gesamt­kon­zept Ihrer Grün­dung; der Finanz­plan ist der zahlen­ba­sierte Teil davon. Der Busi­ness­plan beschreibt quali­ta­tiv Ihre Idee, Ihren Markt und Ihre Stra­te­gie. Der Finanz­plan über­setzt dies in konkrete Zahlen – etwa Kapi­tal­be­darf, Umsatz­pro­gnose, Kosten­struk­tur und Renta­bi­li­tät. Beide gehö­ren zusam­men: Ein über­zeu­gen­der Busi­ness­plan braucht einen realis­ti­schen, nach­voll­zieh­ba­ren Finanz­plan.

Wie lange dauert die Erstellung eines Businessplans?

Die Dauer hängt vom Umfang Ihres Vorha­bens und der Voll­stän­dig­keit Ihrer Vorar­bei­ten ab. Wenn Ihre Geschäfts­idee klar ist und die nöti­gen Infor­ma­tio­nen vorlie­gen, lässt sich ein profes­sio­nel­ler Business- und Finanz­plan in der Regel inner­halb weni­ger Wochen erstel­len. Ausschlag­ge­bend sind vor allem die Detail­tiefe der Finanz­pla­nung und die Anfor­de­run­gen der Stelle, bei der Sie den Plan einrei­chen (z. B. Bank, KfW oder Agen­tur für Arbeit).

Unter­neh­mens­be­ra­tung / KMU

Was macht eine Unternehmensberatung für KMU?

Eine Unter­neh­mens­be­ra­tung für kleine und mitt­lere Unter­neh­men (KMU) unter­stützt Sie dabei, Ihr Unter­neh­men stra­te­gisch weiter­zu­ent­wi­ckeln und zukunfts­si­cher aufzu­stel­len. Typi­sche Felder sind Geschäfts­mo­dell­ent­wick­lung, Organisations- und Change-Management, Finanz- und Unter­neh­mens­steue­rung, Digi­ta­li­sie­rung und IT-Strategie, Personal- und Führungs­kräf­te­ent­wick­lung, Finan­zie­rungs­be­ra­tung sowie die Unter­neh­mens­nach­folge. Ziel ist es, konkrete Heraus­for­de­run­gen zu lösen und Wachs­tum nach­hal­tig zu ermög­li­chen. → Mehr in unse­rer Unter­neh­mens­be­ra­tung für KMU.

Was ist Change Management?

Change Manage­ment bezeich­net die struk­tu­rierte Planung und Beglei­tung von Verän­de­rungs­pro­zes­sen in Unter­neh­men – etwa bei Umstruk­tu­rie­run­gen, Digi­ta­li­sie­rung oder neuer Ausrich­tung. Ziel ist es, Wandel erfolg­reich zu gestal­ten, indem Mitar­bei­tende mitge­nom­men, Wider­stände abge­baut und neue Abläufe wirk­sam veran­kert werden. Profes­sio­nel­les Change Manage­ment sorgt dafür, dass Verän­de­run­gen nicht nur beschlos­sen, sondern auch tatsäch­lich im Alltag umge­setzt werden.

Wie läuft eine Unternehmensnachfolge ab?

Eine Unter­neh­mens­nach­folge verläuft in mehre­ren Schrit­ten: Zunächst werden das Unter­neh­men bewer­tet und die Ziele des Über­ge­bers geklärt, anschlie­ßend folgen die Suche und Auswahl eines geeig­ne­ten Nach­fol­gers, die Verhand­lung sowie die recht­li­che und steu­er­li­che Gestal­tung der Über­gabe. Ein struk­tu­rier­ter Prozess sichert den Wert des Unter­neh­mens, sorgt für Konti­nui­tät und mini­miert Risi­ken für beide Seiten. Früh­zei­tige Planung ist der wich­tigste Erfolgs­fak­tor.

→ Mehr zur Unter­neh­mens­nach­folge

Welche Fördermittel und Kredite gibt es für KMU?

Klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men stehen verschie­dene Finan­zie­rungs­wege offen: staat­li­che Förder­mit­tel und Zuschüsse, zins­güns­tige Förder­kre­dite (z. B. der KfW oder der Landes­för­der­ban­ken), klas­si­sche Bank­kre­dite sowie alter­na­tive Finan­zie­rungs­for­men wie Leasing oder Facto­ring. Welche Kombi­na­tion sinn­voll ist, hängt von Ihrem Vorha­ben, Ihrer Boni­tät und Ihrem Kapi­tal­be­darf ab.

→ Mehr dazu in unse­rer KMU-Finanzierungsberatung

Welche Fördermittel gibt es für die KI-Einführung im Mittelstand?

Für bereits gegrün­dete Unter­neh­men gibt es mehrere Förder­wege, die sich nach Bundes­land, Unter­neh­mens­größe und Vorha­ben unter­schei­den. Bera­tungs­för­de­run­gen, etwa über das BAFA (derzeit bis zum 31.12.2026 befris­tet, eine Verlän­ge­rung ist noch offen) oder das RKW, bezu­schus­sen teils auch Bera­tung mit KI-Schwerpunkt. Dane­ben gibt es Zuschüsse für die Weiter­bil­dung von Mitar­bei­ten­den und für die tatsäch­li­che Imple­men­tie­rung. Viele Förde­run­gen müssen bean­tragt werden, bevor das Projekt star­tet. Welche Programme für Sie in Frage kommen, prüfen wir im Einzel­fall mit Ihnen.

Zusam­men­ar­beit mit viso360

Wie läuft eine Beratung bei viso360 ab?

Die Bera­tung beginnt mit einem kosten­lo­sen, unver­bind­li­chen Erst­ge­spräch zu Ausgangs­lage und Ziel – in der Regel online, bei Bedarf auch persön­lich in Frank­furt am Main, Mainz, Berlin oder Köln (andere Stand­orte nach Abspra­che mit unse­ren Koope­ra­ti­ons­part­nern).

Danach arbei­ten Sie im gewähl­ten Paket. In der Business- und Finanzplan-Beratung sind das 3 Sitzun­gen à 45 Minu­ten und 3 Feed­back­schlei­fen im Paket „Coaching und Beglei­tung” oder 4 Sitzun­gen und 4 Feed­back­schlei­fen im Paket „Coaching und Ausar­bei­tung”. Jede weitere Sitzung kostet 120 € inkl. MwSt. Für den Grün­dungs­zu­schuss gelten die dort genann­ten Gesprä­che von 30 bzw. 60 Minu­ten plus eine Korrek­tur­schleife. Ihre Unter­la­gen laden Sie digi­tal hoch oder reichen sie zur Sitzung ein.

Vor dem ersten Termin ist nicht zwin­gend etwas nötig. Entwe­der erstel­len wir die Unter­la­gen gemein­sam mit Ihnen, oder Sie reichen vorhan­dene Unter­la­gen ein, je nach­dem, was Sie vorha­ben. Unter­la­gen, die wir nicht selbst erstel­len, etwa Lebens­lauf oder Quali­fi­ka­ti­ons­nach­weise, benö­ti­gen wir vorab von Ihnen.

Die Bera­tung selbst findet online mit einem unse­rer Bera­ter statt oder persön­lich vor Ort in Berlin, Biele­feld, Dres­den, Frank­furt am Main, Hamburg, Leip­zig, Köln oder Mainz – ganz nach Ihrer Präfe­renz.

-> Jetzt Bera­tung anfra­gen

Berät viso360 bundesweit oder nur in Köln?

viso360 berät Sie sowohl persön­lich vor Ort als auch flexi­bel online. Unser Sitz ist in Köln (Venloer Straße 2), durch die Online-Beratung beglei­ten wir Grün­dende, Start-ups und mittel­stän­di­sche Unter­neh­men jedoch bundes­weit.

Persön­li­che Bera­tungs­ter­mine bieten wir außer­dem in Berlin, Biele­feld, Dres­den, Frank­furt am Main, Hamburg, Leip­zig und Mainz an. So entschei­den Sie selbst, ob Sie einen persön­li­chen Termin oder die orts­un­ab­hän­gige Zusam­men­ar­beit bevor­zu­gen.

Was kostet eine Erstberatung?

Das Erst­ge­spräch bei viso360 ist kosten­los und unver­bind­lich. Es dient dazu, Ihr Anlie­gen kennen­zu­ler­nen und einzu­schät­zen, wie wir Sie am besten unter­stüt­zen können. Die Kosten der eigent­li­chen Bera­tung rich­ten sich anschlie­ßend nach Umfang und Ziel Ihres Vorha­bens – wir arbei­ten mit trans­pa­ren­ten Pauschal­prei­sen, damit Sie volle Kosten­kon­trolle haben. Viele Leis­tun­gen sind zudem förder­fä­hig, etwa über einen AVGS vor der Grün­dung oder über das BAFA-Programm für bereits selbst­stän­dige Unter­neh­men (die aktu­elle Richt­li­nie ist derzeit bis zum 31.12.2026 befris­tet). Die Förde­rung unter­schei­det sich je nach Bundes­land und muss im Einzel­fall geprüft werden.

→ Verein­ba­ren Sie gern ein Erst­ge­spräch über unser Kontakt­for­mu­lar

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